Author Archives: Thomas Ribbrock

Sunfire – Tales of the Old West

Premiere 18. November 2023, Theater Rijswijkse Schouwburg, Den Haag (NL)

Die Band Sunfire gibt es mittlerweile schon eine ganze Weile, genaugenommen seit 2017. Seine Ursprünge hat Sunfire in einem Solo-Projekt von Satria Karsono, der bis heute der Frontsänger und Texter der Band ist. Nachdem Satria sein erstes Solo-Album unter dem Künstlernamen „Sunfire“ aufgenommen hatte, fiel ihm auf, dass er zu viele Instrumente gleichzeitig gespielt hatte, um seine Musik ganz allein live präsentieren zu können. Um sich aus dieser misslichen Lage zu befreien, bat er zwei seiner Freunde, Michel Beeckman und Berend de Vries, ihn zu seiner Album Präsentation zu begleiten, von denen Letzterer bereits für das Abmischen des Albums verantwortlich gewesen war. Michel und Berend sagten zu und brachten ihre E-Gitarre und ihren E-Bass gleich mit – und so war Sunfire – die Band – geboren. Noch innerhalb des gleichen Jahres verwandelte die großartige Geigerin Sophie Zaaijer die Band von einem Trio in ein Quartett und fügte dem Klang weitere, kennzeichnende Akzente hinzu. Komplettiert wurde das heutige Quintett schließlich durch den äußerst dynamischen Schlagzeuger Jeroen van Leeuwen.

Seit jenen Anfängen hat Sunfire sich innerhalb der niederländischen Folk- und Fantasy-Szene den Ruf einer beim Publikum beliebten, energiegeladenen und mitreißenden Liveband aufgebaut. Auch über die Niederlande hinaus ist es ihnen gelungen die Zuschauer im Vereinigten Königreich, Belgien, Frankreich, der Schweiz und Deutschland zu begeistern, wie beispielsweise beim diesjährigen Festival Mediaval in Selb. Ihr Klang ist schwierig zu beschreiben. Es ist eine einzigartige Mischung aus Americana, Bluegrass, Country, Roots, Rock und Folk, den die Band selbst als „Western Folk“ bezeichnet. Letztendlich ist es aber auch nebensächlich, welchem Genre man ihre Musik zuordnet, denn gerade diese Unmöglichkeit ihre Musik in irgendwelche Schubladen einzuordnen, macht sie besonders. Der Klang von Sunfire ist in der Tat so einzigartig, dass ich überzeugt bin, dass den allermeisten Leuten ein kurzer Ausschnitt eines ihrer neuen Lieder genügen würde, um es eindeutig als ihr Werk identifizieren zu können. Ihr einzigartiger Klang und ihre energiegeladenen Liveauftritte sind unter ihrer regelmäßigen Zuhörerschaft mittlerweile so bekannt, dass einer meiner CeltCast Kollegen sich, mit dem Gedanken an eine bestuhlte Theater-Show konfrontiert, zu folgendem O-Ton hinreißen ließ: „a seated sunfire show? I would destroy my chair probably“ (eine bestuhlte Sunfire Show? Ich würde vermutlich meinen Stuhl zerstören).

Diese Äußerung meines Kollegen trifft vermutlich den Kern dessen, worin der Lackmus Test für Sunfire’s Theater Show „Tales of the Old West“ besteht. Sunfire’s Auftritte sind großartig auf Festivals und in Klubs, aber die entscheidende Frage ist: funktioniert ihre Show auch im Kontext eines bestuhlten Theaters?

Ich will es nicht zu spannend machen… Ja, die Show funktioniert, sie funktioniert sogar großartig, auch innerhalb eines bestuhlten Theaters. Falls ihr also keine Lust haben solltet, weiterzulesen, nehmt euch direkt den Tour-Plan von „Tales of the Old West” (en) vor (sie kommen ein Paar mal sogar in die Nähe der deutschen Grenze, z. B. Uden, Steenwijk, Oldenzaal und Valkenwaard) und besorgt euch Karten für die Show. Falls ihr doch noch Zweifel haben solltet oder es euch einfach interessiert, wie ich zu meinem Urteil gelangt bin, lest gerne weiter und verschiebt das Bestellen der Tickets einfach auf später (oder schaut euch schonmal den Teaser an) … seid versichert, ich werde euch daran erinnern 😉.

Nun da das geklärt wäre, lasst mich näher darauf eingehen, warum ihr diese Show auf keinen Fall verpassen solltet und wie Sunfire es geschafft hat ihr Werk für den ja doch sehr anderen Theaterkontext passend aufzuziehen.

Wenn ihr mich fragt, bestand der erste Geniestreich in ihrer Planung darin, einen Erzähler zu engagieren und nicht nur irgendeinen Erzähler, sondern genau diesen Erzähler, Tycho Francis alias „Jebediah Wallace Dumont“. Die von ihm gesprochenen, kurzen Vorstellungen der einzelnen Charaktere, die im Vorhinein in den Sozialen Medien gepostet worden waren, hatten bereits meine Neugierde geweckt, aber ihn dann live in Aktion zu sehen, war trotzdem noch besser als ich es erwartet hatte. In dem Moment als „Jebediah Wallace Dumont“ mit seinem Gehstock die Bühne betrat und neben seinem Rednerpult zum Stehen kam, während der Rest der Bühne in komplette Dunkelheit gehüllt war (übrigens auch eine super Arbeit der Lichttechnik, nicht nur an dieser Stelle), hatte er die volle Aufmerksamkeit des Publikums, alle Augen und Ohren waren auf ihn und seine Stimme gerichtet. Als er dann begann „Sinner’s Town“ (Stadt der Sünder) und dessen Bewohner (nämlich Satria Karsono alias „Billy Tanner“, Sophie Zaaijer alias „Madam Sawyer“, Berend de Fries alias „Deputy Frost“, Michel Beeckman alias „Henry River“ und Jeroen van Leeuwen alias „Cole Burner“) mit seiner tiefen, ruhigen und sonoren Stimmen und einem erstaunlich authentischen, amerikanischen Akzent vorzustellen, hatte ich sofort das Gefühl in diese, im Wilden Westen angesiedelte, erdachte Stadt transportiert worden zu sein und unter anderem dank „Jebediah’s“ steter Rückkehr auf die Bühne, bin ich bis zum Ende der Show an diesem imaginären Ort verblieben.

Diese Illusion einer Reise durch Zeit und Raum wurde nicht nur durch eine gut durchdachte Kostümgestaltung und die konsequente Nutzung der englischen Sprache unterstützt (es war tatsächlich kein einziges niederländisches Wort zu hören, das den Tagtraum hätte zerstören können – was bei Sunfire Auftritten mittlerweile jedoch nichts Außergewöhnliches mehr darstellt), sondern auch durch den extra für die Theater-Show kreierten Backdrop, der vermutlich (wie die meisten Sunfire-Graphiken) von Satria selbst designt worden war, durch die Requisiten auf und über der Bühne, durch großartige Beleuchtung, die dafür gesorgt hat, dass jegliche Veränderung des Bühnenbilds (sofern gewollt) abseits der Aufmerksamkeit des Publikums geschehen konnte, durch vorab aufgenommene, atmosphärische Hintergrundgeräusche, die diejenigen unter uns, die noch etwas unerfahren in der Kunst des Zeitreisens waren, darin unterstützten erfolgreich den Weg Richtung Saloon oder Prärie des Wilden Westens zu finden und zu guter Letzt durch das erstaunliche schauspielerische Talent der Bandmitglieder, die die vielschichtigen Möglichkeiten einer Theaterbühne gut einzusetzen wussten.

Nun lasst uns etwas tiefer in die Welt und den Ort eintauchen, in die/zu dem uns Sunfire mitgenommen hat. Dieser Ort, „“Sinner’s Town“, ist für jene, die Sunfire in den letzten Jahren beobachtet haben, kein unbekannter Ort, denn wie mein CeltCast Teamkollege Cliff de Booy in seiner Rezension des neuen Sunfire Albums „The Devil’s Drink“ (das nebenbei bemerkt einen Tag vor der offiziellen Theaterpremiere digital und am Tag der Premiere physisch herausgebracht wurde – hört mal rein, wenn ihr es noch nicht getan habt, oder lest Cliffs review (en)!) „[w]e have come to know main lyricist Satria Karsono as a true storyteller” (wir haben den Haupttexter Satria Karsono als einen echten Geschichtenerzähler kennengelernt). Aber was für eine Art von Geschichten meint Cliff? Was für eine Art von Geschichte erzählen Satria und der Rest der Band? Falls du auf einen klassischen Western, auf eine klassische Cowboy Geschichte gehofft hattest, die von einigen mutigen Helden erzählt, die mithilfe ihrer Waffen und Reittiere den Wilden Westen beherrschen, dann ist „Tales of the Old West“ vermutlich nicht nach deinem Geschmack. Solltest du allerdings Faszination für eine weniger romantisierte (wenn auch genauso fiktionale) Version des Alten Westen mitbringen, die die Entbehrungen, moralischen Dilemmata und im Allgemeinen die zeitlosen Dramen der menschlichen Existenz, mit denen sich die Bewohner von Sinner’s Town konfrontiert sahen, adressiert, die die gesamte Bandbreite von bodenlosem Elend über Verzweiflung und Tod bis zu einem Zustand der unbändigen Freude und Ekstase abdeckt, dann musst du Sunfire unbedingt dabei beiwohnen, wenn sie diese Geschichten des Alten Westens auf der Bühne erzählen und darstellen.

Foto: Jean Paul Karting

Nach den einführenden Worten des Erzählers begann „Tales of the Old West“ mit einem Knall, ähm, mit einem „Shot“ (Schuss) und die Show endete mit einer ähnlich schnellen, rockigen Mitsingnummer (wovon das Publikum reichlich Gebrauch machte) namens „Soul“. Doch zwischen diesen beiden Powerliedern, stellte die Show eine Achterbahn der Gefühle dar, bei der man bei humorvollen Texten, wie dem von „Jolene“, lachen mussten, nur um kurze Zeit später bei Liedern wie „Ballad of River“ (River’s Ballade) den Tränen nahe zu sein. Die Band überraschte uns immer wieder, beispielsweise, als sie uns plötzlich (zurück) in die Sonntagsschule schickte, als ein arbeitsloser Schlagzeuger die Gelegenheit beim Schopfe fasste und uns seine vielen weiteren Talente präsentierte oder als „Billy Tanner“ uns an seiner Verzweiflung darüber teilhaben ließ, dass sein Pferd von jetzt auf gleich verschwunden war. Wir erlebten mehr als einen Moment der Ungewissheit bezüglich der Frage, ob die Show weitergehen würde, zum Beispiel als die gesamte Besetzung plötzlich tot umfiel, kurz davor war dem Galgen zum Opfer zu fallen oder als der Leadsänger zu betrunken zu sein schien, um mit der Show weiterzumachen – hatte er womöglich einen Schluck zu viel vom „Devil’s Drink“ (Des Teufels Trank) genommen, wodurch es ihm unmöglich geworden war von der Flasche abzulassen („Leave the Bottle“)? Doch letztendlich muss die Show immer weitergehen (the show must go on) und das tat sie auch … und wie sie das tat!

Satria gelang es nicht nur einen betrunkenen Sänger bis an den Rand der Perfektion zu imitieren, sondern er wirkte an diesem Abend insgesamt so, als wenn er sein gesamtes Herzblut in jede einzelne Note hineingeben würde, von Powergesang zu emotionalem Wrack, von betrunken bis nüchtern, von tiefen bis zu hohen Tönen, von wirklichem Singen bis zu einer Art Sprechgesang, was auch immer das Lied verlangte, er gab ihm mit seiner Stimme genau das richtige Gefühl. Das Gleiche gilt für den Rest der Band. Der Klang war sehr gut abgemischt und das Zusammenspiel der Instrumente klang harmonisch. Jedes der Bandmitglieder trat von Zeit zur Zeit mal in den Hintergrund, um dem/der jeweiligen anderen die Chance zu geben, sich hervorzutun, ob es sich nun um ein Instrument handelte, das wie Sophies Geige, Berends E-Gitarre oder Satrias Banjo/akustische Gitarre typischerweise als für Soli vorherbestimmt angesehen wird oder um eines, das diese Rolle eher selten übernimmt, wie Jeroens Schlagzeug oder Michels E-Bass. Die jeweiligen Solisten nutzten diese Chancen nicht nur um zu glänzen, sondern, um im übertragenen Sinne den ganzen Theatersaal durch ihre Soli in glänzendem Licht erstrahlen zu lassen. Tatsächlich war der Walzer, der fast komplett durch Michels Bass getragen und vorangetrieben wurde, während der Rest der Band am Schunkeln und Tanzen war, eines meiner persönlichen Höhepunkte der Show.

Darüber hinaus war die beschriebene Harmonie nicht auf den Klang begrenzt. Diejenigen unter euch, die Sunfire schon einmal live erlebt haben, werden wissen, was ich meine, wenn ich sage, dass es eine wahre Augenweide war, den Bandmitgliedern bei ihrem Zusammenspiel auf der Bühne zuzusehen. Für mich gibt es für dieses Ausmaß an positiver Interaktion zwischen den Bandmitgliedern nur zwei mögliche Erklärungen: entweder sie sind noch bessere Schauspieler als wir dachten und werden bald von Hollywood entdeckt und engagiert, sodass wir künftig auf Sunfire’s Musik verzichten müssen oder aber sie sind nicht nur ein zufällig zusammengewürfelter Haufen an Musikern, der es zur Aufgabe hat eine großartige Show auf die Bühne zu bringen, sondern eine Gruppe von Freunden, die einen Mordsspaß hat, während sie ihren Lebensunterhalt verdient. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich hoffe, dass die zweite Erklärung die zutreffende ist, und ich bin mir fast sicher, dass es so ist.

Dieser positive Eindruck von den Musikern auf menschlicher Ebene wird durch ihr wertschätzendes und respektvolles Verhalten, sowohl auf der Bühne als auch fernab der Bühne, komplettiert. Die Bandmitglieder sind nicht müde geworden zu betonen, (ob vor der Show in den Sozialen Medien oder während der Show auf der Bühne), dass diese Show nicht allein ihr Werk ist, sondern das von insgesamt elf Personen, angefangen mit dem Erzähler über die Licht- und Tontechniker, den Bühnenhelfer, bis zur Künstleragentin und der Merchandiserin. Dies wird weiter durch die Anwesenheit vieler Kunstschaffender und anderweitig in der Folk- und Fantasy-Szene aktiver Personen an diesem Abend unterstrichen und durch die gemütliche Atmosphäre nach der Show abgerundet, als ein merklicher Teil der Publikums noch eine Weile dablieb, um Autogramme oder Fotos zu erbitten, einander zu umarmen oder einfach miteinander oder mit den Bandmitgliedern einen Plausch abzuhalten, in dem sie beispielsweise den Bandmitgliedern so etwas sagten wie „put this show on tape (eh, DVD) right away, capture this masterwork, so it will be there for people to enjoy after the show is over“ (nehmt diese Show sofort auf Band (äh, auf DVD) auf, sichert dieses Meisterwerk, damit es Leuten noch Freude bereiten kann, nachdem die Show vorbei ist).

Zusammenfassend kann man sagen, dass „Tales of the Old West“ von Sunfire nicht nur ein Konzert ist, das man auf eine Theaterbühne transferiert hat, sondern, dass es viel mehr als das ist … es ist eine eigenständige Theaterproduktion, die die Stärken der Band Sunfire aufrechterhält, aber gleichzeitig ganz neue Sphären erreicht, wenn es darum geht, das Publikum auf eine Reise durch Raum und Zeit mitzunehmen. Auf diese Art erweckt „Tales of the Old West“ Sunfire’s Version des „Old West“ durch ihre Geschichten aus „Sinner’s Town“ zum Leben. Nun bleibt mir abschließend nur noch zu sagen: Vergesst nicht euch euer Ticket zu sichern, nachdem ihr das vorhin aufgeschoben hattet, um weiterlesen zu können und vielleicht sehen wir uns bald bei einem der nächsten Shows, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass ich noch mindestens einmal in die Niederlande reisen werde (aus Deutschland), um Sunfire auf ihrer Reise in Richtung des noch viel weiter entfernten Old West zu begleiten.

– Germaine

P.S.: Zur Erinnerung – hier ist nochmal der Link zum Tour-Plan von “Tales of the Old West” (en)! Und, um es abzurunden, der offizielle Teaser der Show:

Außerdem könnt ihr Sunfire hier finden:

Sunfire – Tales of the Old West

Premiere 18 November 2023, Rijswijkse Schouwburg

Sunfire has been around as a band for quite a while, to be precise since 2017. It started off as a solo project of Satria Karsono, who remains the lead singer and lyricist of the band to this day. When he had recorded his first solo album under the name of “Sunfire”, he realised that he had used too many instruments at once to be able to present his music all by himself. To remedy his predicament, Satria asked two friends, Michel Beeckman and Berend de Vries, to tag along, the latter of whom had already been responsible for mixing the solo album. Michel and Berend agreed and came armed with an electric guitar and an electric bass, thus Sunfire – the band – was born. Within the year, the wonderful violinist Sophie Zaaijer joined, transforming the trio into a quartet, and adding further to the soundscape. The current quintet line-up was made complete by the energetic drummer Jeroen van Leeuwen.

Since those early days Sunfire has built a strong reputation as a popular, energetic live band within the Folk and Fantasy scene in the Netherlands and beyond, having played more than 150 gigs in the Netherlands, Germany, Belgium, Switzerland, France and the UK. Their sound is hard to describe: it is a unique mix of Americana, Bluegrass, Country, Roots, Rock and Folk, which the band itself calls “Western Folk”. In the end, it doesn’t really matter, which genre their music belongs to, because this inability to fit into any category is exactly what makes it special. Their sound is as unique that I am convinced most people, who have heard them play before, would be able to recognise a new song as theirs after only having heard a short snippet. Indeed, their sound and live performance is filled with so much energy and is so well-known among regular visitors of their performances that a fellow CeltCast member, when confronted with the idea of a theatre show by Sunfire, commented: “a seated Sunfire show? I would destroy my chair probably”.

This remark of my colleague is probably the litmus test for Sunfire’s theatre show “Tales of the Old West”. Sunfire’s performances are great at festivals and clubs, but the critical question is: does their show work within a seated theatre setting as well?

Let’s kill the suspense right away – yes, the show works, even brilliantly so and a fortiori in a theatre setting. So, if you don’t feel like reading any further, go check the “Tales of the Old West” tour plan and get yourselves some tickets (or have a look at the teaser first…). If you are still having your doubts or you are just interested as to why I think it’s brilliant, you are very welcome to keep on reading and defer checking out the tour plan and acquiring your ticket until later. Be assured, I will remind you…😉

So now that we got this settled, let me tell you, why you absolutely shouldn’t miss this show and how Sunfire made the show work in this very different setting of a theatre.

If you ask me, the first stroke of genius in the process of planning the show was to get a narrator, and not just any narrator, but exactly this one: Tycho Francis aka “Jebediah Wallace Dumont”. The short character introductions narrated by him, posted ahead of time on social media, already made me very curious, but seeing him do his magic live on stage was nevertheless even better than I had expected. The moment he entered the stage, with his walking cane, next to his lectern and the rest of the stage veiled in darkness (great lighting work by the way), the whole audience fell completely quiet and all eyes (and ears for that matter) were focused on him. When he started introducing Sinner’s Town and the people roaming that town (that is Satria Karsono aka “Billy Tanner”, Sophie Zaaijer aka “Madam Sawyer”, Berend de Vries aka “Deputy Frost”, Michel Beeckman aka “Henry River” and Jeroen van Leeuwen aka “Cole Burner”) with his deep, calm, and sonorous voice and a surprisingly authentic American accent, I was immediately transported into the reality of this imaginary town, set in the Old West and, among others thanks to his regular returns on stage, I remained there for the duration of the show.

This illusion of travel through time and space was not only aided by the careful crafting of the costumes of the band members and the consistent usage of English, avoiding any single Dutch word to ruin the illusion (up to this point no news to anyone, who has seen Sunfire before), but also by the new backdrop, specifically made for the theatre show, probably designed by Satria himself, as most of Sunfire’s graphic art, the props present on stage or lowered down from the ceiling, the great lighting work, which managed to hide any work related to reorganisation on stage, a pre-recorded, atmospheric backtrack that helped those of us less proficient in time travel to navigate to a saloon or the prairie of the Old Wild West and the surprising acting talent of the band members, making good use of the opportunities and space offered by a theatre stage.

So, let’s dive a bit deeper into the place Sunfire took us on a journey to. This place, Sinner’s Town, is not new to people, who have followed Sunfire during the last few years, because, as my fellow CeltCast member Cliff de Booy remarked in his review of Sunfire’s new album “The Devil’s Drink” (which, by the way, was released digitally one day prior to the official theatre premiere and physically on the day itself – check it out, if you haven’t done so yet, or have a look at Cliff’s review!): “[w]e have come to know main lyricist Satria Karsono as a true storyteller”. But what kind of story is Cliff referring to? What kind of story does Satria (and the rest of the band) tell then? If you were hoping to find a classic Western Cowboy story, telling about a few brave heroes, ruling the Good Ol’ Wild West with the help of their guns and mounts, “Tales of the Old West” is probably not for you. If, however, you are fascinated by a less romanticised (though also fictional) version of the Old West, telling of hardships, moral dilemmas and in general the timeless drama of human existence faced by those roaming Sinner’s town, ranging from absolute destitution, despair and death all the way to a state of uncontrollable joy and ecstasy, you definitely need to experience those tales as they are recited and acted out by Sunfire during the show.

Photo by Jean Paul Karting

After the narrator’s introductory words, “Tales of the Old West” started off with a bang, eh, with a “Shot” and with “Soul” ended on an equally up-tempo, rocking sing-along note, which the audience made ample use of. But in between, it was a rollercoaster of emotions, making us laugh with witty lyrics as in “Jolene” (which has been released on Youtube, too) or weep during the likes of “Ballad of River”. The band kept surprising us, when we were suddenly sent (back) to Sunday school, when an out-of-job drummer showed off his many other talents or when Billy Tanner was driven to despair because his horse was nowhere to be found. We went through more than one moment of uncertainty as to whether the show could go on, when the whole cast dropped dead to the floor, seemed to be on the verge of being hanged or when the lead singer appeared to be too drunk to continue with the show – had he taken one sip too many from the “Devil’s Drink”, and had thereby been incapacitated to “Leave the Bottle”? But in the end, the show must go on, and it always did … and in style, I might add.

Not only did Satria impersonate a drunk singer to the verge of perfection, but he in fact seemed to put his whole soul into every note he sang that night, ranging from powerhouse to emotional wreck, from drunk to sober, from deep to high notes, from singing to mere speaking. No matter what was required by the song, Satria gave it the right vibes with his voice. The same holds true for the rest of the band. The sound was engineered very well, and the instruments were in great harmony with each other. Each band member stepped back from time to time to give the respective other his or her chance to shine, whether it was an instrument predestined for a solo such as Sophie’s violin, Berend’s E-guitar or Satria’s banjo and acoustic guitar or an instrument granted this role less often as Jeroen’s drums or Michel’s bass. The soloists used their moments not only to shine, but to metaphorically light up the whole theatre hall. In fact the waltz driven almost entirely by Michel’s bass playing, while the rest of the band was swaying and dancing along was one of my personal highlights of the entire show.

Furthermore, the harmony was not limited to the sound alone. People who have seen Sunfire perform before will know what I mean, when I say, that it was a feast for the eyes to watch the band members interact with each other on stage. I can only come up with two possible explanations for this fabulous interaction. Either they are even better actors than we had suspected, and we will soon have to go without Sunfire’s music, because they have all been hired by Hollywood or they are not only a random cast of musicians, selected to put on a great show, but rather a crew of friends having a blast together while winning their bread in the meantime. I don’t know about you, but I sure hope it’s the second one and am almost sure it is.

This positive impression of the musicians’ personalities is made complete by the appreciative and respectful behaviour of the band members themselves, on- and offstage. Neither before the show on social media nor during the show did the band members grow tired of emphasising that this was not only their work, but the work of a crew of eleven, including the narrator, the people responsible for light and sound, for taking care of moving things on- and offstage, for booking and promoting and last but not least for selling the band’s merch in the theatre’s foyer. The attendance of many a musician or person otherwise active within the Folk and Fantasy scene underlines this point and is topped off by the cosy atmosphere after the show, when a noticeable portion of the audience hung around to get autographs, take pictures, exchange a hug or simply have a nice chat with each other or the band members, telling them things like “put this show on tape (eh, DVD) right away, capture this masterwork, so it will be there for people to enjoy after the tour is over”.

So, to sum it up, “Tales of the Old West” by Sunfire is not just a concert moved onto a theatre stage, but much more than that … It is a theatre production of its own right, that keeps the strengths of Sunfire as a band, but at the same time hits a whole new level in terms of taking the audience on a journey through time and space, bringing Sunfire’s version of the Old West to life through the tales from Sinner’s Town. Well, now, the only thing left to say is: don’t forget about that ticket hunt you postponed earlier to be able to read on and we might just meet at one of their shows, because I am pretty sure I will be travelling to the Netherlands at least once more (from Germany) to join Sunfire on their journey to the even more distant Old West.

– Germaine

P.S.: as a reminder – here’s another link to the “Tales of the Old West” tour plan! And, to round it off, below you can find the official teaser of the show:

In addition, you can find Sunfire here:

Monthly Marker December 2023: The Dubliners & The Pogues

Photo by Mordac under CC BY-NC-SA 2.0

It’s December which means a brand new Monthly Marker for this month!

Band: The Dubliners & The Pogues
Song: The Irish Rover

Many of the songs we play lament the stories of times long gone, and of the heroes of yore. Sadly, this week, another legend passed on to this realm, and will henceforth be part of the folklore. This is why for the full month of December, we will salute Shane MacGowan with ‘The Irish Rover’ as our monthly marker.

The version we will play 5 to 6 times a day, is a testament to the levels The Pogues had achieved in the Folk scene, underpinned by their collaboration with The Dubliners. We give tribute to all that these heroes have given us, and the energy they will spread for undoubtedly centuries to come.

Party on, Shane!

Of course, it will be in our special CeltCast – Monthly Markers Spotify list too!

Musical Greetings,

The CeltCast Radio Team 🎻

You can find The Dubliners here:

You can find The Pogues here:

Archeon Midwinter Fair 2023

With Fantasy Fest Rijswijk just a few days behind us, the next festival where the CeltCast-team will be present is already on the horizon: the 19th edition of Archeon Midwinter Fair on December 9th & 10th ! So come by, say hello and maybe collect a button!

Fantasy Fest November 2023

Another festival, another chance to meet the CeltCast-team! We will be at Fantasy Fest next weekend (25+26/11/2023)! And of course we will bring buttons again – and we’ll even have a merch stand!

So, don’t miss the great artists that are coming (Seed Pagan Folk, Sunfire, Scrum, Cindy-Louise and Cathinca) and don’t forget to say hello!

If you cannot make it, don’t fret – we will be livestreaming as well, so keep a close eye on our socials: Facebook, Instagram or Telegram!







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